Warum sich Wasserstoff niemals rechnet

Immer wieder wird auf Veranstaltungen, Messen und vor allem im Internet – auf Plattformen wie LinkedIn – diskutiert, warum Wasserstoff als „saubere“ Alternative zu Verbrennungsmotoren oder gar Elektrofahrzeugen in Einsatz kommen sollte. Hier die Fakten:

.) Wasserstoff (H2, hydrogen) wird derzeit weltweit zu rund 99% von der Erdölindustrie (zb. OMV) erzeugt bei der Trocknung von ERDGAS, KOHLE und ERDÖL.

Das restliche eine Prozent kommt aus der Elektrolyse. Diesen Vorgang kennt man aus dem Physikunterricht. Eine Brennstoffzelle spaltet Wasser mithilfe von Strom in Wasserstoff und Sauerstoff. Das Problem dabei: Man benötigt mehr Strom für den Umwandlungsprozess als am Ende herauskommt – somit extrem ineffizient und unwirtschaftlich.

Aufgrund der Tatsache, dass Wasserstoff geruchlos und hochexplosiv ist (Raketentreibstoff) und diffundiert/durch Metall durchgeht (kleinstes Element im Periodensystem) hat der Gesetzgeber für diese Fahrzeuge mindestens zwei Detektoren im Fahrzeuginneren vorgeschrieben. Ausserdem dürfen Wasserstoff-Fahrzeuge nicht in Garagen einfahren. (ähnlich wie bei Erdgas).

In speziellen Tanks mit 700(!) bar Druck wird der Wasserstoff gespeichert. Mit einer tatsächlichen Reichweite von rund 250-300 km pro Betankung und einer quasi nicht vorhandenen Infrastruktur (zB. 3 Tankstellen in ganz Österreich) ist ein Wasserstoff-Fahrzeug in der Praxis nicht konkurrenzfähig – ganz abgesehen vom Anschaffungspreis (ca. 50% teurer als ein vergleichbares Elektroauto/“BEV“).