Warum sich Wasserstoff niemals rechnet

Immer wieder wird von Politikern, „Energie-Experten“ und auf div. Internetplattformen/Youtube-Kanälen erklärt, warum Wasserstoff als „saubere Alternative“ zu Verbrennungsmotoren oder gar zu Batterie-Elektrofahrzeugen (BEVs) in Einsatz kommen sollte. Hier die Fakten:

Herstellung: Wasserstoff (H2, hydrogen) wird derzeit weltweit zu rund 99% von der Erdölindustrie (zb. OMV) erzeugt bei der Trocknung von ERDGAS, KOHLE und ERDÖL.

Das restliche eine Prozent kommt aus der Elektrolyse. Diesen Vorgang kennt man aus dem Physikunterricht. Eine Brennstoffzelle spaltet Wasser mithilfe von Strom in Wasserstoff und Sauerstoff. Das Problem dabei: Man benötigt mehr Strom für den Umwandlungsprozess als am Ende herauskommt – somit extrem ineffizient und unwirtschaftlich.

Sicherheit: Aufgrund der Tatsache, dass Wasserstoff geruchlos und hochexplosiv ist (Raketentreibstoff) und diffundiert/durch Metall durchgeht (kleinstes Element im Periodensystem) hat der Gesetzgeber für diese Fahrzeuge mindestens zwei Detektoren im Fahrzeuginneren vorgeschrieben. Die relativ grossen Tanks reduzieren den Laderaum. Ausserdem dürfen Wasserstoff-Fahrzeuge nicht in Garagen einfahren (ähnlich wie bei Erdgas).

In speziellen Tanks mit 700(!) bar Druck und 4-5 cm Wandstärke wird der Wasserstoff gespeichert. Mit einer tatsächlichen Reichweite von rund 400 km pro Betankung und einer quasi nicht vorhandenen Infrastruktur (zB. 3 Tankstellen in ganz Österreich) ist ein Wasserstoff-Fahrzeug in der Praxis nicht konkurrenzfähig mit den aktuellen Elektroautos (Tesla Model3, Nissan Leaf, Renault Zoe ab 2018). Beim Kauf ausserdem ca. 50% teurer als ein vergleichbares batterie-elektrisches Auto/BEV.